Land & Leute
Die Réunion wurde lange Zeit nur an den Küsten besiedelt. Der Grund dafür bestand wohl darin, dass die nahezu unzugänglichen Gebirge auf der Insel für die Besiedlung der Menschen ein immenses Hindernis darstellten. Sie machten die Landwirtschaft und die Kommunikation zwischen den Bevölkerungsgruppen nahezu unmöglich. Doch die gute Seite dieser unbewohnbaren Regionen ist: Dadurch wurden unsagbare Naturschätze bewahrt …
Die Landschaft der La Réunion: Berge, Talkessel, Täler und Vulkan
Die engen Täler sind auf La Réunion normalerweise kaum bewohnbar, außer einigen kleinen Hochebenen, die landwirtschaftlich nutzbar sind. Sie sind jedoch sehr schwierig zu erreichen, da ihre Hänge schon seit langem durch Absprünge oder Wasserfälle unzugänglich gemacht worden sind – ideal für Bergsteiger!
Aber man findet Siedlungen auf den Hochebenen Grand-Bassin (nahe Tampon), Roche-Plate und Ilet-à-Quniquina, die einige Stunden Fußweg von den nächsten befahrbaren Straßen entfernt sind. Weit zugänglicher ist das grüne Tal von Langevin, zu dem eine einsame Straße führt. Ein Hydro-Elektrizitätswerk wurde dort 1962 errichtet.
Die Talkessel, die alle bewohnt sind, wurden erst im 19. Jahrhundert besiedelt. Vorher waren sie lediglich die Zufluchtsorte der entlaufenen Sklaven, der “marrons”. Nur Cilaos und Salazie sind mit Straßen erreichbar, auch wenn der Weg über die schmalen Bergstraßen eine wahre Tortur ist.
Das Vulkanmassiv – an der Oberfläche sehr jung und bedeckt mit Vegetation – ist nicht bewohnt, abgesehen von einigen Besiedlungen am schmalen Küstenstrich. Zwischen den beiden Massiven haben die aufeinanderfolgenden Eruptionen Hochplateaus geschaffen: Plaine des Cafres und Plaine des Palmistes sind sehr grüne und frische Hochebenen mitten im Gebirge der La Réunion.
Die Bevölkerung
Woher kommen die Réunionaisen? Im Jahre 1848 nach der Abschaffung der Sklaverei gab es nur wenige Mischlinge. Nach anderthalb Jahrhunderten ist es genau anders herum. Die Mischlinge stellen die Mehrheit dar. Man kann sich fragen, warum gerade auf der La Réunion im Gegensatz zu den vielen anderen Ländern auf dieser Welt das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Völker bisher harmonisch verlief. Ein Grund dafür ist sicherlich der kulturelle Reichtum, den die Menschen auf die Insel gebracht und in die Gesellschaft mit eingebracht haben. Die Kulturen waren sehr vielfältig, keine von ihnen stellte die Mehrheit dar und dominierte die anderen. Die schweren Zeiten, die die Réunionaisen durchgemacht haben – Wirtschaftskrise, Epidemien, Kriege -, hat die Bevölkerung weiter zusammengeschweißt.
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Landschaften: Die Vulkaninsel La Réunion im Indischen Ozean erlebte ihre Geburt vor drei Millionen Jahren mit dem Auftauchen des Vulkanmassives – dem heutigen Piton des Neiges – aus dem Meer…mehr
Landwirtschaft: Die ersten Kolonisten der La Réunion betrieben Landwirtschaft nur für ihren eigenen Gebrauch und für die vorbeikommenden Handelsschiffe. Es dauerte jedoch nicht allzu lange, bis die Bewohner der Insel sich zu bereichern versuchten, indem sie importierte Pflanzen…mehr

