La Réunion: Die Jagd auf die Haie ist eröffnet
August 15, 2012 1 CommentUnter dem Vorwand der wissenschaftlichen Forschung hat die Präfektur La Réunion die Jagd auf die Haie angeordnet. Der Staat hat einen Spezialisten einberufen, um 20 Exemplare einzufangen. Die Stadt Saint-Leu hat angekündigt, die Fischer mit der Sicherung ihrer Gewässer zu beauftragen.
Aufgrund des Haiangriffs vor zwei Wochem, dem Fabien Bujon in Saint-Leu zum Opfer fiel, wurden nun erneut Krisenmeetings zwischen den Behörden und den Mitarbeitern der Kommunen angesetzt. Der Generalsekretär der Präfektur, Xavier Brunetière, hat im Rahmen dieser Meetings drei Massnahmen angekündigt. Die Wichtigste ist das Einfangen von zwanzig Haien. Diese Haiarten seinen nicht geschützt, erklärt er. Der französische Staat habe niemals Einwände gegen das Einfangen dieser Tiere gehabt. Trotz dieser Massnahme sein aber die Sicherheit in den Gewässern immer noch nicht gewährleistet.
Nicht 20 sondern 45 Fänge notwendig
Es gäbe also keine willkürliche Tötung von Tieren, sondern ein gezieltes Einfangen aus wissenschaftlichen Gründen. Es handele sich also um eine Untersuchung, inwiefern der Verzehr von Fleisch dieser Haiarten giftig für den Körper ist. Durch die Belastung des Fleisches ist es verboten, das Haifleisch zum Verkauf anzubieten. Das hindert die Fischer jedoch nicht daran, die Jagd auf die Haie fortzusetzen.
Die Haifangoperation hat letzte Woche begonnen. Wenn die gesundheitlichen Risiken sehr hoch sein sollten, können die Fischer den Fang dieser Tiere fortsetzen, ohne eine Verordnung der Behörden zu benötigen. Die Wissenschaftsbehörde Arvam – die auf Vergiftungen maritimer Gattungen spezialisiert ist – gibt jedoch an, dass mindestens 45 statt 20 Tiere für die wissenschaftlichen Versuche eingefangen werden müssten, damit eine Vergiftung wissenschaftlich nachweisbar ist.
Eine weitere Massnahme ist die Ausweitung der Sicherheitsbestimmungen in den Surfgebieten. Ziel ist es, die Surfgebitete wie die Badegebiete für die Touristen genügend zu sichern. Drei oder vier Surfstellen in Saint-Paul, Saint-Leu und Trois-Bassins sollen eine Überwachungsanlage für Haie bekommen.
Die dritte Massnahme ist eine Markierung von 80 Bullen- und Tigerhaien, damit diese überwacht werden können. Für einige Teilnehmer der Meetings gehen jedoch diese Massnahmen nicht weit genug. Sie fordern eine grosse Unterwasserjagd auf die Haie und sogar, dass die Fischer gezielt die Tötung der Tiere vornehmen. Was auch immer in den nächsten Wochen entschieden wird, ist die Jagd auf die Haie auf La Réunion eröffnet.
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Respekt!
Zeichen der Zeit werden hier erkannt. Da wären wir doch tatsächlich fast nach Reunion gereist.
Haie töten ist keine gute Werbung!!!