Die Jagd auf die Großen Tenreks auf La Réunion ist eröffnet
Februar 21, 2012 No CommentsDie Jagd auf die Großen Tenreks ist wieder seit dem 15. Februar 2012 auf La Réunion eröffnet und findet bis zum 15. April seinen Abschluss. Die Jagd ist erlaubt in neun Wäldern auf der Insel.
Die Jagd auf diese Igelart findet jedes Jahr auf der La Réunion statt. Die Großen Tenreks werden anschliessend für die kreolischen Gerichte verarbeitet, besonders Caris werden gerne mit dem Fleisch der Tierer zubereitet. In folgenden Wäldern auf der Insel ist nun die Jagd eröffnet worden: La Plaine des Fougères (2065 Hektar), La Plaine des Palmistes (1 830 Hektar), Piton de l’Eau (2 862 Hektar), Rivière Langevin (1 558 Hektar), die Höhen von Entre-deux (1 216 Hektar), Rivière des Remparts und Grand Coude (4 284 Hektar), Makes (1 181 Hektar) und Salazie (3 880 Hektar).
Dieses Jahr wurde der Wald von Maïdo nicht freigegeben, da letztes Jahr grosse Brände diese Region stark verwüstet haben. Der Wald wird wahrscheinlich erst wieder in ein oder zwei Jahren für die Jagd zur Verfügung stehen. Die Vegetation muss sich erst einmal nach den verheerenden Bränden erholen und der Nationalpark muss grünes Licht für die Wiedereröffnung geben. Letztes Jahr wurden 970 Jagdlizenzen verkauft, je eine kostet 50 Euro. Jedoch gilt eine Lizenz nur für einen Wald und nicht für mehrere. Die Jäger dürfen drei Mal pro Woche in den Wäldern jagen (Mittwoch, Samstag und Sonntag) und an den Feiertagen, um die Großen Tenreks aufzustöbern.
Die Kontrollen werden durchgeführt von der Umweltbehörde. Die Behörde verlässt sich auch darauf, dass die Jäger eventuelle Wilderer melden. Da es einen Anstieg der Jagdlizenzen in den letzten Jahren gab, drängen die Jagdvereine der Insel die Behörden, weitere Jagdgebiete für die Jagd auf die Großen Tenreks freizugeben. Auch eine freiere Jagd auf anderes Wild wird angestrebt. Jedoch aufgrund der Charta des Nationalparks sind die Jagdzonen nur auf wenige Gebiete beschränkt, wie Plaine des Fougères, Salazie oder Dimitile, wo es jetzt als “Zonen mit einer erhaltenen Natürlichkeit” klassifizierte Gebiete gibt.
Die Eröffnung von neuen Jagdrevieren ist geplant, und zwar in den Wäldern in Bélouve, Bébour, Plaine des Lianes, Takamaka, Plaine du volcan, im südlichen Vulkangebiet, in Basse Vallée, Grand Brûlé, Mafate und in den Höhen von Saint-Denis. Es wird auch darüber nachgedacht, später die Wildjagd in den Wäldern von Dioré, Sainte-Marie, Jacques Payet und Saint-André zu erlauben.
Über die Großen Tenreks
Die Großen Tenreks stammen eigentlich aus Madagaskar, wurden aber auch in Réunion, Mauritius und den Seychellen eingeführt. Man kann sie auch auf den Komoren finden. Sie leben in Regenwäldern und im Gebirge im Landesinneren. Obwohl sie eine Igelart sind, haben sie keine Stacheln auf dem Rücken, sondern ein borstiges Fell. Sie gehören zu den häufigen Tierarten und nicht zu den bedrohten Arten.
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